Cannabis auf Rezept: Offensichtlich tut sich ein Grossteil der Ärzteschaft noch schwer mit der Verschreibung von Cannabis.


Im Jahr 2017 wurde die Verordnung von Cannabis für Schwerkranke neu geregelt, worauf der BSZ e.V. hinweist. Hierfür hatte Gesundheitsminister Hermann Gröhe bereits vor geraumer Zeit ein Gesetz auf den Weg gebracht, um schwer kranken Patienten den Zugang zu Cannabis zu erleichtern.

Es geht hier nicht um die völlige Freigabe und Legalisierung von Cannabis  sondern um die kontrollierte Freigabe gegenüber schwer kranken Patienten.

Bereits in der Vergangenheit wurde Medizinal-Hanf z. B. in der Krebsbehandlung, sowie auch z. B. bei Patienten mit Multipler Sklerose, Parkinson, oder auch bei Schmerzpatienten eingesetzt, allerdings war dies bisher nur in engen Ausnahmefällen und mit Sondergenehmigung möglich.

Seit Freitag, dem 10. März, 2017,  an diesem Tag trat das entsprechende Gesetz in Kraft,  können Ärzte nun Arzneimittel mit Cannabiswirkstoff auch ohne Sondergenehmigung verschreiben. Eine  Ablehnung der Kostenerstattung durch die Krankenkasse ist nur in Ausnahmefällen vorgesehen, außerdem muss eine Ablehnung sehr zeitnah erfolgen und ganz genau begründet werden.

Das neue Gesetz ermöglicht es dem Arzt, seinen Patienten ohne zusätzliche Anträge oder Genehmigungen Cannabis zu verschreiben.  Er muss nur davon überzeugt sein, dass es seinem Patienten hilft. Der Patient kann dann ganz normal, wie bei jedem anderen Medikament auch, sein Rezept in einer Apotheke einlösen.

Dem BSZ e.V. wurde mittlerweile in vielen Telefonaten und E-Mails von betroffenen Patienten geschildert, wie schwierig es ist, einen Arzt zu finden der ihnen dann auch tatsächlich ein Rezept ausstellt. Offensichtlich tut sich ein Grossteil der Ärzteschaft noch schwer mit der Verschreibung von Cannabis. Die Bandbreite der Absagen umfasst von schroffer Ablehnung über vorgeschobene medizinische Gründe, alle Facetten klassischer Ausreden.

„Offensichtlich scheuen Ärzte wohl teilweise noch sehr davor zurück, auch in  begründeten Fällen Patienten für Cannabis ein Rezept auszustellen,“ bedauert Horst Roosen, Vorstand des BSZ® Bund für soziales und ziviles Rechtsbewußtsein e.V. und Initiator der  Arbeitsgemeinschaft Cannabis auf Rezept.  Zum anderen zeigt sich auch, dass einige Krankenkassen Patienten die Kosten einer verschriebenen Medizinalhanf-Therapie vorerst nicht erstatten wollen, zum Teil mit dem Argument, dass der Nachweis der Wirksamkeit fehlen soll.

„Es liegt sicherlich nicht im Interesse einer verantwortungsbewussten  um das Wohl ihrer Patienten besorgten  Ärzteschaft, wenn ihre Patienten zahllose Arztpraxen abklappern müssen, bis sie schlussendlich mit Glück , Ausdauer und manchmal auch durch reinen Zufall einen Mediziner finden, der sich dem vorgetragenen Anliegen fachlich versiert und verantwortungsvoll annimmt,“ ist sich Roosen sicher.  Die noch starke Ablehnungshaltung vieler Ärzte dürfte sicher auch in der noch geringen Erfahrung mit den Cannabis-Produkten begründet sein, vermutet Roosen.

Zusammenfassend kann man sagen, der Patient muss nicht mehr einen Marathon durch alle möglichen alternativen Therapien durchlaufen, bevor ihm der Arzt Cannabis verordnen kann, denn jetzt entscheidet alleine der Arzt, ob er der Meinung ist, dass Cannabis seinem Patienten hilft und aus medizinischer Sicht sinnvoll ist oder nicht.  Um welche Krankheit es sich handelt spielt dabei keine Rolle. Die Krankenkassen müssen die Kosten übernehmen.

Der Autor dieses Beitrags, 76 Jahre alt und Krebspatient weis aus persönlicher Erfahrung, wie frustrierend es sein kann, wenn mögliche Linderung oder gar Heilung möglich erscheint, aber durch scheinbar unüberwindbare Hürden oder aus finanziellen Gründen unerreichbar erscheint. „Lassen Sie sich, auch wenn es manchmal schwer fällt, nicht entmutigen,“ sagt Horst Roosen. Die Kraft, die unser Leben bestimmt“ liefert nicht nur wissenschaftliche Theorien sondern auch handfeste Ergebnisse. Wünsche gehen in Erfüllung, denen wir eine ausreichende Energie mitgeben – also das, was wir uns „wirklich“ wünschen. Zum tragen kommen hier die Energieflüsse im Innern des eigenen Körpers und die Außeneinflüsse in der Umwelt, die uns individuell beeinflussen, wann, wie , wo und in welcher Stimmung wir unsere persönlichen Entscheidungen treffen. Kein Mensch kann sich von diesen Lebensenergie-Einflüssen frei machen. Also sollte man sie zum eigenen Glück anwenden. Spinnerei? Auf keinen Fall! „Dass es medizinisch förderlich ist, positive Emotionen und optimistische Zufriedenheit zu fördern, weiß man: Wer glücklich ist, wird seltener krank und schneller gesund, denn die Selbstheilungskräfte kommen besser zur Entfaltung“.

Aber bei aller Euphorie, sollte jeder Patient soviel Realist sein, dass er nicht vergisst, dass ein Medikament bei dem einen hilft und bei dem anderen nicht. Cannabis wird da keine Ausnahme sein. Das hindert uns aber nicht daran, Cannabis als Medizin gegenüber eine,  positive Grundhaltung einzunehmen.

Damit betroffene Patienten nicht quer durch die gesamte Republik reisen müssen, um einen Arzt zu finden der  auch  Cannabis als Therapie als in Frage kommende Möglichkeit in Erwägung zieht, wird der BSZ e.V. diesem Thema in der nächsten Zeit verstärkt seine Aufmerksamkeit widmen.

Da es zu wenige Ärzte gibt, die Cannabis verschreiben und die wenigen Ärzte die das tun für die betroffenen Patienten schwierig zu finden sind,

können sich betreffende Ärzte in die Empfehlungsliste der Arbeitsgemeinschaft Cannabis auf Rezept eintragen lassen.  Diese Liste wird nicht veröffentlicht sondern dient ausschließlich zur Weiterempfehlung an betroffene Patienten.

Entsprechende Ärzte können sich hier online kostenlos anmelden.

Patienten, denen die Kostenübernahme von der Krankenkasse verweigert wird,

können sich der Arbeitsgemeinschaft Cannabis auf Rezept  anschließen, um überprüfen zu lassen, ob die Krankenkasse die Kostenübernahme zu Recht verweigert oder nicht. Hierfür arbeitet der BSZ e.V. mit qualifizierten Anwaltskanzleien aus dem gesamten Bundesgebiet zusammen, um betroffenen Patienten eine qualifizierte Beratung zu ermöglichen.

Betroffene Patienten können sich hier anmelden.

Der BSZ® e.V. und die Arbeitsgemeinschaft Cannabis auf Rezept  ist zur Finanzierung ihrer Projekte und Aktivitäten auf Ihre finanzielle Unterstützung angewiesen.

In Frage kommen dafür sowohl kleine als auch große Geldbeträge. Eine finanzielle Zuwendung an den BSZ® e.V. ist die einfache und unbürokratische Form, sich gesellschaftlich zu engagieren, gibt Ihrem Engagement eine Stimme und trägt zur Finanzierung der Arbeitsgemeinschaft Cannabis auf Rezept bei.

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Sie können unter dem Stichwort “ Arbeitsgemeinschaft Cannabis auf Rezept“ auch gerne auf unser Bankkonto überweisen:

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BSZ® Bund für soziales und ziviles Rechtsbewußtsein e.V.

Arbeitsgemeinschaft Cannabis auf Rezept

Groß-Zimmerner-Str. 36 a

D 64807 Dieburg

Telefon: 06071- 9816810

Telefax: 06071-9816829

E-Mail: info@bsz-ev.de

Internet: http://www.cannabisaufrezept.info/de

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