Offener Brief vom 12. Januar 2015


Von:
Wolfgang Junghans
Freiherr-vom-Stein-Allee 42
99425 Weimar
03643 505550
20.12.2004

An:
Herrn
Ulrich Szittke
Goethestraße 35 b
50858 Köln

Herr Szittke,
mit Ihrem Schreiben vom 22.02.2013 erklärten Sie mir, dass Sie nicht bereit sind, an mich die lt. unserer Vereinbarung vom 10.07.2003 und von uns beiden unterschriebenen 150.000 EUR Forderung zu zahlen, Ihre Begründung ist „Verjährung“.

Ein zweites Schreiben beantworteten Sie mit einer Annahmeverweigerung.

Dem AG Leipzig und der StA Leipzig lagen rechtzeitig vor der Verhandlung gegen Sie( 200 Ls207 Js50647/9) am 10,10.06 folgende Unterlagen vor:

  • Ihr Finanzmodells Referenz-Code 11ICS/610 31,98/559 mit dem Hinweis „FED-Genehmigung für dieses Programmes liegt vor“,
  • dieses Finanzmodell war nach Ihren Aussagen gegenüber den vermittelten Kunden die Grundlage für die Beschaffung von Finanzmitteln aus deutschen und europäischen Förderprogrammen zweckgebunden für Investitionen in den damaligen Neuen Bundesländern, schwerpunktmäßig für klein und mittlere Unternehmen, sowie für Neugründungen.
  • die Prüfung Ihres Finanzmodells durch die BaFin, Deutsche Bundesbank und EZB ergab den folgende Einschätzung „dieses Finanzmodell ist nicht bekannt, es hat keinen anderen, als einen betrügerischen Hintergrund“, 12 – 15 handgeschriebene Seiten von Ihnen, die Sie zu einer „Kundenberatung“ in einem Hotel in Leipzig liegen gelassen hatten. Diese wurden sofort von den Anwesenden an weitere, von Ihnen betrogene „Kunden“, gegeben. Ich selbst war nicht anwesend. Die Aufzeichnungen u.a. waren:
    • Anlagevermögen 6.0 Mio. USD bei 60/o Verzinsung
    • ca. 1.0 Mio. EUR für Strafverfolgung und Liquiditätsreserve
    • Kapital für Ruhestand 2,5 Mio. EUR
    • monatl. Kosten/Nebenkosten für Wohnung in Belgien ca. 3.000 EUR

(aber in Ihrem Schreiben vom 22.02. L3 bestreiten Sie, dass Sie eine Wohnung in Belgien finanzieren), ein von Ihnen entwickeltes und bereits unterschriebenes Formular für die ersten 10 Kunden, für die Sie pro Offshore – Gesellschaft mit 40.000 damals DM auszahlen wollten, ich hatte Ihnen eine Hochrechnung vom 05.05.2005 für unsere Forderungen von 149.838,00 EUR, auf drei Seiten aufgezeigt. Sie überprüften die Aufstellung und Aufzeichnungen und unterschrieben mit mir eine Vereinbarung am 10.07.2003 zur Zahlung von 150.000 EUR bis Jahresende 2003. Zeugen waren Herr Morsche und Frau Lange, Aufteilung der Darlehensauszahlung Gruppe Büttner/Lange 1,980.550 Aufteilung der Darlehensauszahlung Gruppe nicht Büttner/Lange 1.930.280 beides USD.

Ihre Hochrechnung über den Verkauf von 73 Offshore- Gesellschaften, die über die Gruppe Büttner/Lange vermittelt wurden. Dabei haben Sie alle Bareinzahlungen von einzelnen Kunden im Buchwerk nicht vermerkt. Lt. Ihres ehem. Mitarbeiter Schlereth soll die Summe ca. 500.000 DM betragen. Dem Gericht lag außerdem ein Hinweis vor, dass Sie ca. 8- 10 betrogenen Offshore- Kunden im Treff-Hotel Weimar einen Bankauszug der Mutualbank F- Strasbourg mit ca. 5.0 Mio. USD (damals blockiert) vorlegten um damit ihre Liquidität zu beweisen. Sie sagten neue Auszahlungstermine zu und warben gleichzeitig damit für neue Kunden. Die Personen sind heute noch bereit, diese Aussage zu bestätigen.

Eine Eidesstattliche Erklärung von Ihrer ehem. Mitarbeiterin Frau Lange vom 26.09. 2003 lag dem AG und der StA Leipzig jeweils in zweifacher Ausführung, rechtzeitig vor der Verhandlung, vor. Inhalt der Eidesstattlichen Erklärung war ein Gespräch mit Ihnen vom 08.05. 2003 in Freiburg/Breisgau. Dort erklärten Sie, dass Sie alle Gelder der Offshore-Kunden auf Ihre Privatkonten eingezahlt und den Betrag von 35.000 damals DM von einer Frau Oschmann mit für die Finanzierung eines neuen Mercedes verwendet haben. Sie haben, wie auch bei allen anderen 110 Offshore- Kunden, Frau Lange nur belogen und betrogen. Aus Ihren eigenen Unterlagen geht hervor, dass Frau Lange den größten Anteil aller Kunden, für Sie vermittelt hat (Computerausdruck mit namentlicher Aufstellung aller Einzahler) Aber die mit Ihnen vereinbarte Provision haben Sie nicht gezahlt. Auch die Büro-, Reisekosten, sowie anteiligen Sozialbeiträge haben Sie, trotz Absprache, auch nicht bezahlt! Würdeloser geht es nicht.

Vor der Verhandlung am 10.10, 06 organisierte Ihr damaliger Rechtsanwalt Bonell -Vorsitzender des Fachausschuss für Strafrecht (Dresden) – mit dem AG Leipzig einen Deal. Besitzen Sie wenigsten so viel Mut und Anstand und bringen Sie die offenstehenden Forderungen gegenüber Frau Lange in Ordnung.

Leider wurde die angebliche FED- Genehmigung durch den verantwortlichen Richter in der Verhandlung nicht befragt, Es wäre für Sie auch peinlich gewesen; denn diese FED- Genehmigung war ja nur eine Lüge, Auch zu den von mir oben aufgezeigten behördlichen und von Ihnen handgeschriebenen Unterlagen gab es keine einzige Befragung. Dafür wurden aber alle, durch Sie betrogenen und als vorab geladenen Zeugen, für die Gerichtsverhandlung wieder ausgeladen. Und dazu sehe ich einen Zusammenhang mit den Deal. Nehmen Sie bitte zur Kenntnis, dass ich alle Unterlagen in zwei Ordnern peinlich genau sortiert und abgeheftet habe. Damit sind alle von mir genannten Zahlen eindeutig nachweisbar; denn diese Zahlen sind alle Ihren Unterlagen entnommen. Auch eine Aktennotiz vom L4.O4.2006 über ein Gespräch mit Ihnen und mir in FL Liechtenstein (Hotel Kulm , Malbun Triesenberg) wo Sie mich für den human- Organhandel werben wollten, liegt dem AG Leipzig mit vor. Eine Befragung dazu gab es natürlich nicht.

Nach der Verhandlung am 10.10.06 und einem anschließendem Gespräch in Leipzig übergaben Sie an RA Ockenfels ein Schreiben, Datum 09.11.06, dass Sie für die vier Personen (Engelmann, Vogt, Möller, Junghans) die gegen Sie mit Gerichtlichen Mahnbescheid geklagt hatten, räumten Sie die Möglichkeit einer Außergerichtlichen Einigung ein. Mit Schreiben vom 23.11.06 von RA Ockenfels an Sie, ersuchte er, von Ihnen einen Verhandlungstermin zu erhalten. Sie beantworteten das Schreiben nicht. Handy, Fax und Netztelefon waren wieder einmal abgemeldet. Neue Nummern waren über Telekom nicht erhältlich- auch Frau Lange, mir, Engelmann und Möller war es nicht gelungen, Sie zu erreichen. Erst nach der Verjährung nannten Sie wieder Ihre neue Anschrift in Köln mit all Ihren telef. Verbindungen. Das war auch Ihre Strategie von Anfang an zur angeblichen Finanzbeschaffung aus deutschen und europäischen Förderprogrammen. Es war alles nur Lug und Trug zur Sicherung Ihres eigenen Lebensunterhalt. In Ihren Schreiben behaupten Sie, das Sie nie eine Wohnung in Belgien und England besessen haben. Die Kosten für die Wohnung in Belgien ist in Ihren eigenen Aufzeichnungen nachzulesen. Mit der angeblichen Wohnung in England (deutsche Kolonie) haben Sie selbst geprahlt, Zeugen sind dafür vorhanden. Das alte Sprichwort

Lügen haben eben kurze Beine-! gilt also noch.

Meine Forderungen an Sie kennen Sie. Die Hauptforderung 150.000 EUR zu zahlen bis Jahresende 2003 haben Sie selbst am 10.07.2003 im Beisein von zwei Zeugen unterschrieben. Dazu kommen ab Januar 2004 bis Jahresende 2014, also 11 Jahre, 5o/o Zinsen per anno. In Ihrem Schreiben vom 22.02.2013 gehen Sie davon aus, dass eine gerichtliche Entscheidung nicht mehr möglich ist. Davon habe ich kein Wort geschrieben. Ich bin Ihren Wunsch gefolgt, eine Außergerichtliche Klärung.

Es hängt von Ihnen ab, ob ich mich noch beraten lasse, dass ich einer juristischen Fachzeitschrift dieses Schreiben mit einigen weiteren Unterlagen zwecks Veröffentlichung in der Rubrik ,,Lesermeinung“ zustelle.

Mit vorzüglicher Hochachtung

Wolfgang Junghans

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